Die Pflege - Ihr Ambulanter Pflegedienst in Brakel

Altenpflege und Krankenpflege

Angelika Schlütz und Stephanie Oeynhausen-Brunnenkref GbR

Rufen Sie uns an: 05272 392280

Al­le Leis­tun­gen ab 2017 im Über­blick / Pfle­ge­gra­de

Mit dem neu­jen Pfle­ge­de­dürf­tig­keits­be­griff wächst die Zahl der Ver­si­cher­ten, die An­spruch auf Leis­tun­gen der Pfle­ge­ver­si­che­rung ha­ben, da die Un­ter­stüt­zung deut­lich frü­her an­setzt. In den Pfle­ge­grad 1 wer­den künf­tig erst­ma­lig Men­schen ein­ge­stuft, die noch kei­ne er­heb­li­chen Be­ein­träch­ti­gun­gen ha­ben, aber schon in ge­wis­sen Maß - zu­meist kör­per­lich - ein­ge­schränkt sind.

Pfle­ge­gra­de     Geld­leis­tung (am­bu­lant)   Sach­leis­tung (am­bu­lant)x1 Ent­las­tungs­be­trag (am­bu­lant) x2
Pfle­ge­grad 1                             0,-€                                   0,-€ 125,- €
Pfle­ge­grad 2                          316,-€                                689,-€ 125,- €
Pfle­ge­grad 3                          564,-€                             1.298,-€ 125,- €
Pfle­ge­grad 4                          728,-€                             1.612,-€ 125,- €
Pfle­ge­rad 5                          901,-€                             1.995,-€ 125,-€ 

 

x1: Die­se Bud­get kön­nen Sie die Hil­fe un­se­res am­bu­lan­ten Pfle­ge­diens­tes in An­spruch neh­men. Am­bu­lan­te Pfle­ge­sach­leis­tun­gen kön­nen auch mit dem Pfle­ge­geld kom­bi­niert wer­den. Im Zu­ge der Pfle­gesträ­kungs­ge­setz­te er­hal­ten fast al­le Pfle­ge­be­dürf­ti­gen zu­meist hö­he­re Leis­tun­gen.

 

x2: für Be­treu­ungs- und Ent­las­tungs­leis­tun­gen und haus­wirt­schaft­li­che Ver­sor­gung

 

 

 

Pfle­ge­hilfs­mit­tel

Grund­sätz­lich wer­den un­ter dem Be­griff Pfle­ge­hilfs­mit­tel Ge­rä­te und Sach­mit­tel ver­stan­den, die zur häus­li­chen Pfle­ge not­wen­dig sind, sie er­leich­tern oder da­zu bei­tra­gen, die Be­schwer­den der pfle­ge­be­dürf­ti­gen Per­son zu lin­dern oder ihr ein selbst­stän­di­ge­re Le­bens­füh­rung zu er­mög­li­chen. Tech­ni­sche Pfle­ge­hilfs­mit­tel wer­den in der Re­gel teil­wei­se oder ge­gen ei­ne Zu­sah­lung zur Ver­fü­gung ge­stellt. Die Kos­ten für Ver­brauchs­pro­duk­te in hö­he von bis zu 40 Eu­ro pro Mo­nat wer­den von der Pfle­ge­kas­se er­stat­tet. Da­zu ge­hö­ren z.B. Ein­mal­hand­schu­he oder Bett­ein­la­gen.

Ab Ja­nu­ar 2017 ha­ben auch Ver­si­cher­te im neu­en Pfle­ge­grad 1 An­spruch auf Ver­sor­gung auf Pfle­ge­hilfs­mit­teln.

 

 Pfle­ge­be­drüf­tig­keit 

 in Gra­den     

 Leis­tun­gen ab 2017

 max. pro Mo­nat

Pfle­ge­grad 1

            40,-€

Pfle­ge­grad 2 - 5

            40,-€

 

 

 

 

Pfle­ge bei Ver­hin­de­rung ei­ner Pfle­ge­per­son

Macht die pri­va­te Pfle­ge­per­son Ur­laub oder ist sie durch Krank­heit vor­über­ge­hend an der Pfel­ge ge­hin­dert, über­nimmt die Pfle­ge­ver­si­che­rung die Kos­ten ei­ner Er­satz­pfle­ge. Die­se so­ge­nann­te Ver­hin­de­rungs­pfle­ge kann durch un­se­ren am­bu­lan­ten Pfle­ge­dienst er­fol­gen. 

Seit dem 1. Ja­nu­ar 2015 ist ei­ne Er­satz­pfle­ge von bis zu sechs Wo­chen pro Ka­len­der­jahr mög­lich. Au­ßer­dem kön­nen bis zu 50% des Leis­tungs­be­trags für Kurz­zeit­pfle­ge (das sind bis zu 806€) künf­tig zu­sätz­lich für Ver­hin­de­rungs­pfle­ge aus­ge­ge­ben wer­den. Ver­hin­de­rungs­pfle­ge kann da­durch auf ma­xi­mal 150% des bis­he­ri­gen Be­tra­ges aus­ge­wei­tet wer­den. Der für die Ver­hin­de­rungs­pfle­ge in An­spruch ge­nom­me­ne Er­hö­hungs­be­trag wird auf den Leis­tungs­be­trag für ei­ne Kurz­zeit­pfle­ge an­ge­rech­net. Seit dem 1. Ja­nu­ar 2016 wird auch die Hälf­te des bis­her be­zo­ge­nen Pfle­ge­gel­des für bis zu sechs Wo­chen im Jahr fort­ge­währt. Ab 1. Ja­nu­ar 2017 ste­hen die Leis­tun­gen der Ver­hin­de­rungs­pfle­ge­den Ver­si­cher­ten der Pfle­ge­gra­de 2 bis 5 zu.

 

 

  Pfle­ge­be­drüf­tig­keit 

  in Gra­den                 

 

  Leis­tu­gen ab 2017

  max. pro Mo­nat

 

 Pfle­ge­rad 1

  - 

 Pfle­ge­grad 2-5

 

 1.612 Eruo für Kos­ten

 ei­ner not­wen­di­gen Er­satz­pfle­ge

 bis zu sechs Wo­chen

 

 

 

Kurz­zeit­pfle­ge

Vie­le Pfle­ge­be­dürf­ti­ge sind nur für ei­ne be­grenz­te Zeit auf voll­sta­tio­nä­re Pfle­ge an­ge­wie­sen, ins­be­son­de­re zur Be­wäl­ti­gung von Kri­sen­si­tua­tio­nen bei der häus­li­chen Pfle­ge oder über­gangs­wei­se im An­schluss an ei­nen Kran­ken­haus­auf­ent­halt. Für sie gibt es die Kurz­zeit­pfle­ge in ent­spre­chen­den sta­tio­nä­ren Ein­rich­tun­gen.

 

 Pfle­ge­be­dürf­tig­keit   

 in Gra­den

 Leis­tun­gen ab 2017       

 max. pro Mo­nat

 Pfle­ge­grad 1

 bis zu 125 Eu­ro 

 ein­setz­ba­rer 

 Ent­las­tungs­be­trag

 Pfle­ge­grad 2 - 5

 1.612 Eu­ro für

 Kos­ten der Kurz­zeit­pfle­ge  

 bis zu acht Wo­chen

 

 

 

Wohn­um­feld­ver­bes­sern­de Maß­nah­men

Wenn Sie oder Ih­re An­ge­hö­ri­gen zu Hau­se ge­pfle­ge und be­treut wer­den, kann es hilf­reich sein, das Wohn­um­feld an Ih­re be­son­de­re Be­lan­ge an­zu­pas­sen. Hier­für leis­tet die Pfle­ge­ver­si­che­rung un­ter be­stimm­ten Vor­aus­set­zun­gen Zu­schüs­se. Ab 1. Ja­nu­ar 2017 ha­ben auch Leis­tungs­be­zie­he­rin­nen und Leis­tungs­be­zie­her im neu­en Pfle­ge­grad 1 An­spruch auf die­se Zu­schüs­se.

 

 

 Pfle­ge­be­dürf­tig­keit   

  in Gra­den

 

  Leis­tun­gen ab 2017       

  max. pro Mo­nat

 Pfle­ge­grad 1

 

  4.000 Eu­ro

 

 Pfle­ge­grad 1

 wenn meh­re­re An­trags­be­rech­tig­te 

 zu­sam­men­woh­nen

 

 16.000 Eu­ro

Pfle­ge­grad 2 - 5

 

 4.000 Eu­ro

 

 Pfle­ge­grad 2 - 5

 wenn meh­re­re An­trags­be­rech­tig­te

 zu­sam­men­woh­nen

 

 16.000 Eu­ro

 

 

 

Teil­sta­tio­nä­re Leis­tun­gen der Ta­ges- / Nacht­pfle­ge

Un­ter Ta­ges- und Nacht­pfle­ge (teil­sta­tio­nä­re Ver­sor­gung) ver­steht man die zeit­wei­se Be­treu­ung im TA­ges­ver­lauf in ei­ner Pfle­ge­ein­rich­tung.

Ab dem 01. Ja­nu­ar 2017 ha­ben Ver­si­cher­te der Pfle­ge­gra­de 2 bis 5 An­spruch auf Ta­ges- und Nacht­pfle­ge. Per­so­nen im Pfle­ge­grad 1 kön­nen ih­ren Ent­las­tungs­be­trag da­für ein­setz­ten.

 

 

 Pfle­ge­be­dürf­tig­keit   

  in Gra­den

 

  Leis­tun­gen ab 2017       

  max. pro Mo­nat

 Pfle­ge­grad 1

 

 125 Eu­ro

 

 

 Pfle­ge­grad 2

 

 689 Eu­ro

 Pfle­ge­grad 3

 

 1.298 Eu­ro

 

 

 Pfle­ge­grad 4

 

 1.612 Eu­ro

 

 Pfle­ge­grad 5

 

 1.995 Eu­ro

 

 

 

Zu­sätz­li­che Be­treu­ungs- und Ent­las­tungs­leis­tun­gen - Ent­las­tungs­be­trag

Pfle­ge­be­dürf­ti­ge, die zu Hau­se ge­pflegt wer­den, kön­nen so­ge­nann­te zu­sätz­li­che Be­treu­ungs- und Ent­las­tungs­leis­tun­gen in An­spruch neh­men. Die­se sol­len die Pfle­ge­be­dürf­ti­gen und pfle­gen­den An­ge­hö­ri­gen un­ter­stüt­zen, zum Bei­spiel zur Si­cher­stel­lung ei­ner Be­treu­ung im All­tag oder zur Un­ter­stüt­zung bei der haus­wirt­schaft­li­chen Ver­sor­gung oder der Or­ga­ni­sa­ti­on des Pfle­ge­all­tags.

 

Ab 1. Ja­nu­ar 2017 er­hal­ten Pfle­ge­be­dürf­ti­ge al­ler Pfle­ge­gra­de (1 bis 5), die am­bu­lant ge­pflegt wer­den, ei­nen ein­heit­li­chen Ent­las­tungs­be­trag in Hö­he von bis zu 125 Eu­ro mo­nat­lich. Die­ser er­setzt die bis­he­ri­gen zu­sätz­li­chen Be­treu­ungs- und Ent­las­tungs­leis­tun­gen nach §45b SGBXI. Der Ent­las­tungs­be­trag ist kei­ne pau­scha­le Geld­leis­tung, son­dern zweck­ge­bun­den. Er kann zur (Ko-) Fi­nan­zie­rung ei­ner teil­sta­tio­nä­ren Ta­ges - oder Nacht­pfle­ge, ei­ner vor­über­ge­hen­den voll­sta­tio­nä­ren Kurz­zeit­pfle­ge oder von Leis­tun­gen am­bu­lan­ter Pfle­ge­diens­te ver­wen­det wer­den. Au­ßer­dem kann er für Leis­tun­gen durch nach Lan­des­recht an­er­kann­te An­ge­bo­te zur Un­ter­stüt­zung im All­tag ein­ge­setzt wer­den.

 

Der Ent­las­tungs­be­trag wird zu­sätz­lich zu den sons­ti­gen Leis­tun­gen der Pfle­ge­ver­si­che­rung bei häus­li­cher Pfle­ge ge­währt, er wird mit den an­de­ren Leis­tungs­an­sprü­chen al­so nicht ver­rech­net. Nicht (voll­stän­dig) aus­ge­schöpf­te Be­trä­ge kön­nen in­ner­halb des je­wei­li­gen Ka­len­der­jah­res in die Fol­ge­mo­na­te bzw. am En­de des Ka­len­der­jah­res noch nicht ver­brauch­te Be­trä­ge kön­nen in das dar­auf­fol­gen­de Ka­len­der­jahr über­tra­gen wer­den.

Neue Pfle­ge­gra­de ab 2017

Mit In­kraft­tre­ten des zwei­ten Pfle­ge­stär­kungs­ge­set­zes am 01. Ja­nu­ar 2016 wur­den die Wei­chen für ei­nen grund­le­gend neu­en Pfle­ge­be­dürf­tig­keits­be­griff ge­stellt,

der ab dem 01. Ja­nu­ar 2017 gilt. Fünf neue Pfle­ge­gra­de wer­den die bis­he­ri­gen drei Pfle­ge­stu­fen er­setz­ten. Künf­tig er­hal­ten al­le Pfle­ge­be­dürf­ti­gen gleich­be­rech­tig­ten Zu­gang zu den Leis­tun­gen der Pfle­ge­ver­si­che­rung, 

un­ab­hän­gig da­von, ob sie von kör­per­li­chen, geis­ti­gen oder psy­chi­schen Be­ein­träch­ti­gun­gen be­trof­fen sind. Die Über­lei­tung in die neu­en Pfle­ge­gra­de er­folgt au­to­ma­tisch.